Verländerung des Schulwesens? Nicht mit uns!

Sozialdemokratische LehrerInnen gegen Verländerung der Bildung! 
 
Der SLÖ spricht sich klar gegen die „Verländerung der LehrerInnen“ aus und hat dies bereits vergangenen Herbst in einer Abstimmung beschlossen“, so Patrick Wolf, Vorsitzender des SLÖ (Sozialdemokratischer LehrerInnenverein Österreichs). Damit stehe der SLÖ nicht alleine, denn auch der SPÖ - Bundesparteitag, der BSA, die Kinderfreunde und weitere Interessensgruppen haben dies beschlossen.  
 
Es sei begrüßenswert, dass Strukturen hinterfragt und Doppelgleisigkeiten - wenn sinnvoll - abgeschafft werden, damit Einsparungspotenziale letztlich der Bildung im Klassenzimmer zugutekommen. Der Streit um die LehrerInnen, der „Zankapfel zwischen Bund und Ländern“, sei jedoch keinesfalls der Bildung dienlich.  

Nicht nur die Einschätzung, dass es im „Streit um die LehrerInnen“ lediglich um Macht und Eigeninteressen gehe, teilt Wolf mit vielen Kollegen und Kolleginnen, sondern auch die Meinung, dass es nicht sein kann, dass in einem kleinen Land wie Österreich der Bildungsföderalismus einkehrt, der letztlich neun Bildungslandschaften zur Folge hat, in welchen unterschiedlichste Bedingungen für SchülerInnen und LehrerInnen herrschen. 
 
Der SLÖ fordert ein international anerkanntes, weltoffenes Bildungs- und Steuerungssystem, das im 21. Jahrhundert angekommen ist und somit jedes Kind – unabhängig vom Bundesland - bestmöglich begleitet und fördert“, hält Wolf fest und meint, dass die von manchen Individualisten angestrebte bildungspolitische Schrebergartenidylle vielleicht romantisch klingen mag, auf dem internationalen Parkett jedoch höchstens in der Pause einen Auftritt hätte. Als Lachnummer! 
 
Die Debatte über die Lehrerverwaltung sei nach Wolf zu oberflächlich und erinnere mehr an frühkindliche Sandkistenstreitereien als an verantwortungsvolle Bildungspolitik: „Ohne einen Plan zu haben, wie die Bildungsverwaltung und letztlich die Bildungslandschaft in Österreich konkret aussehen soll, ist es verantwortungslos, diese Diskussion weiter zu führen.“ Nach Meinung des SLÖ bedarf es einer großen, umfassenden Schulreform für ganz Österreich. Diese ist jedoch nur mit einem starken Bund, der die entsprechende Steuerung und Kontrolle des Gesamtsystems in seiner Verantwortung hat, möglich. 
 
Wolf abschließend: Veränderung statt Verländerung, hin zu einem Bildungssystem, auf das wir alle stolz sein können. Dafür machen wir uns stark, dafür kämpfen wir!   

Rückfragehinweis:
   Sozialdemokratischer LehrerInnenverein Österreichs (SLÖ)
   Patrick Wolf
   Bundesvorsitzender
   0664/4307066
   patrick.wolf@sloe.at
   http://www.sloe.at