Erstmals bedarfsgerechte Ressourcenzuteilung an Österreichs Schulen

SLÖ begrüßt gezielte Unterstützung von "Brennpunktschulen"

 

Wien (OTS) - „Unaufgeregt und punktgenau. So wird Sonja Hammerschmid die Mittel aus dem Integrationstopf II nützen, um den Brennpunktschulen Schulsozialarbeiter, interkulturelle Teams und vermehrt Sprachförderkurse sowie Sprachstartgruppen zur Verfügung stellen zu können“, lobt Thomas Bulant, Vorsitzender des Sozialdemokratischen LehrerInnenvereins Österreichs. „Erstmals werden somit Ressourcen bedarfsgerecht und gezielt an jene Schulen verteilt, an denen LehrerInnen große heterogene Herausforderungen zu bewältigen haben.“ Bulants Blick in die Zukunft: „Da mit dieser ersten gezielten Investition nicht der gesamte Supportbedarf an den Schulen zu stillen sein wird, erwarten sich SLÖ und FSG von den Finanzausgleichsverhandlungen die lange geforderte indexbasierte Ressourcenzuteilung.“

 

Presseaussendung 08.09.2016


Die Jugend hat ein Recht auf eine kindgerechte Ganztagesschule.

SLÖ fordert Ganztagesschulen an die Bedürfnisse der Kinder und Möglichkeiten der Eltern anzupassen!

 

Bezugnehmend auf die AK-Studie zu den Schulnebenkosten hat SLÖ-Vorsitzender Thomas Bulant heute die Einführung der Gratis-Ganztagesschule und ein Überdenken des Ganztagesschule-Konzeptes gefordert: „ Eine Ganztagesschule ist keine Halbtagesschule plus Betreuung, weil eine Schule betreut nicht, sondern sie unterrichtet, erzieht und beaufsichtigt aufgrund eines pädagogischen Konzeptes. Die Ganztagesschule, unterstützt von FreizeitpädagogInnen, kann mit ihrem Mix von Unterrichts-, Freizeit und Übungsphasen auf die Konzentrationsfähigkeit und den Biorhythmus von Kindern Rücksicht nehmen.“

 

Um eine kindgerechte Ganztagesschule verwirklichen zu können, sind laut Bulant keine schulorganisatorischen Politdebatten oder dienstrechtlichen Eingriffe notwendig. Seiner Meinung nach braucht es ein Überdenken der Stundentafeln, kindgerechte Lernorte und finanzielle Unterstützung durch alle Gebietskörperschaften, um die Ganztagesschule als Leuchtturmprojekt gratis oder zumindest mit sozial gestaffelten Beiträgen den Eltern anbieten zu können. „Für LehrerInnen stehen Kinder im Zentrum“, hält Bulant abschließend fest. „Über Erwachsene, die bei einer Schulung spätestens ab der 60. Minuten unruhig werden, aber bei Kindern 5 mal 50 Minuten vollste Konzentration jeden Vormittag als Selbstverständlichkeit und effiziente Form von Lernen sehen, kann ich mich hingegen nur wundern.“

 

Presseaussendung 7.9.2016

 

 

Ressourcen und Aufgaben sind einander anzupassen!

SLÖ und FSG stellen Forderungen an die Finanzausgleichsverhandlungen

und Verwaltungsreform.

 

„Investitionen in die Bildung stärken die Leistungsfähigkeit und die sozialen Standards unseres Staates. Wer für morgen Spitalsbetten, Vollbeschäftigung und einen sozialen Wohnbau sichern will, muss heute in die Bildung unserer Kinder mehr investieren“, meint der vor kurzem neu gewählte SLÖ-Vorsitzende und Pflichtschulgewerkschafter Thomas Bulant anlässlich der Veröffentlichung des Nationalen Bildungsberichts. 

 

Damit die zusätzlichen bedarfsgerechten Ressourcen, definiert durch einen Chancen-Index, auch effizient in den Klassen ankommen, sind SLÖ und FSG für eine Ressourcenzuteilung direkt vom Bund an die autonomen Schulen in Form von „Ressourcentickets“ für Unterricht, Support und pädagogische Leitung. Zu den unterschiedlichen Ressourcenbedürfnissen der Schulen in der Stadt und am Land hält Bulant fest: „Die Normgröße einer Schule definiert die Basisressourcen für einen Standort. Klein- und Kleinstschulen leisten einen unverzichtbaren Beitrag in der österreichischen Schullandschaft. Ihr Fortbestand soll über einen „Regionenfonds“ durch den Finanzausgleich transparent gesichert werden.“ 

 

Über die Ressourcenfrage hinaus sind für Bulant das Schulmanagement und die Reglementierung des Schullalltags im Sinne einer Effizienzsteigerung zu klären.

„Eine Neudefinition der Schulleitungsfunktion – einerseits ein aus mehreren Standorten bestehender Administrationscluster, andererseits eine pädagogische und dienstrechtliche Leitung an jedem Standort - sollte einen Professionalisierungsschub in das Schulmanagement bringen“, so Bulant. „Damit autonome Schulen vor allem im pädagogischen Bereich kinderzentriert agieren können, ist eine Senkung der derzeitigen Reglementierungs- und Aufgabendichte unerlässlich.“ 


Sonja Hammerschmid gratuliert Thomas Bulant

„Bei seiner Antrittsrede hat Thomas Bulant Aspekte wie Chancengleichheit im Bildungsbereich angesprochen, die für mich ebenso Wichtigkeit haben. Ich gratuliere Thomas Bulant, wünsche ihm viel Erfolg als Vorsitzender und freue mich auf die künftige Zusammenarbeit“, so Bildungsministerin Sonja Hammerschmid.

Zur Aussendung...


Thomas Bulant ist neuer Vorsitzender des SLÖ.

LehrerInnen verfassen Brief für die Zukunft.
Im Rahmen der Hauptversammlung des SLÖ wurde Thomas Bulant am 21. Mai 2016 zum Bundesvorsitzenden gewählt. In seiner Antrittsrede strich er hervor, dass allein Investitionen in die Bildung die Leistungsfähigkeit und die sozialen Standards unseres Staates stärken können: „Wer für morgen Spitalsbetten, Vollbeschäftigung und einen sozialen Wohnbau sichern will, muss heute in die Bildung unserer Kinder mehr investieren.“ mehr...


SPÖ Newsticker

SPÖ

Kern bei UN-Flüchtlingsgipfel: „Müssen die Ursachen bekämpfen“ (Di, 20 Sep 2016)
Bundeskanzler Christian Kern hat beim ersten UN-Flüchtlingsgipfel in New York gefordert, die Ursachen der Migrationsbewegungen bei ihren Wurzeln zu bekämpfen. Zu diesem Zweck schlägt er einen „Marshall Plan“ für Afrika vor. Weiterlesen
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DANKE FÜR DIE TEILNAHME! (Di, 20 Sep 2016)
Unsere erste bundesweite Mitgliederbefragung - die wir auch für Nicht-Mitglieder geöffnet hatten – war ein voller Erfolg! Die rege Teilnahme – über 23.000 Menschen haben mitgemacht – zeigt, dass wir einen Nerv getroffen haben und dass CETA & TTIP und ihre möglichen Folgen viele Menschen bewegen.
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Enquete diskutiert neue Modelle der Medienförderung (Mo, 19 Sep 2016)
Bundesminister Thomas Drozda hat bei einer hochkarätig besetzten Enquete zur Medienförderung seine Reformpläne skizziert. Der Minister plädiert für eine plattformunabhängige Förderung – als  Maßzahl dafür wäre die Anzahl journalistischer Arbeitsplätze denkbar. Weiterlesen
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Recht auf Bankkonto für alle (Mo, 19 Sep 2016)
Ab sofort haben alle Personen, die sich rechtmäßig in Österreich aufhalten, einen Rechtsanspruch auf ein Bankkonto. Somit können alle, denen bisher ein Konto verwehrt wurde, Bankgeschäfte tätigen. Zudem wird der Kontowechsel von einer Bank zur anderen vereinfacht. Weiterlesen
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